Social commerce

Ein Schlagwort ist aktuell in aller Munde: Social Commerce. Aber was heißt eigentlich Social Commerce? Wie kann man Social Commerce als Shopbetreiber nutzen?

Zunächst mal eine Begriffsdefinition aus Wikipedia:

"Unter Social Commerce (Empfehlungshandel) wird eine konkrete Ausprägung des elektronischen Handels (bzw. Electronic Commerce) verstanden, bei der die aktive Beteiligung der Kunden und die persönliche Beziehung sowie die Kommunikation der Kunden untereinander im Vordergrund stehen. Die verwendeten Systeme sind der Sozialen Software zuzurechnen. Als zentral können Beteiligungen der Kunden am Design, Verkauf und/oder Marketing, z. B. über Kaufempfehlungen oder Kommentare anderer Kunden (Recommendation) gesehen werden. Dies geschieht z. B. indem Kunden Einkaufslisten mit Lieblingsangeboten in ihren Weblogs veröffentlichen. Der Begriff wurde Ende des Jahres 2005 von Steve Rubel (in der Jahresvorschau 2006 seines Weblogs) geprägt."

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Social_commerce, 02.09.2009)

Das heißt also, das die Kunden nicht mehr zum Händler kommen und nach Beratung fragen, sondern sich gegenseitig beraten. insgesamt bedeutet Social Commerce die Integration der von den sogenannten Social Communities (Facebook, MySpace, StudiVZ, XING,...) bekannten Funktionen in den E-Commerce auf der einen Seite und die direkte Nutzung der vorhandenen Social Communities auf der anderen Seite.

Bezüglich der Integration der relevanten Funktionen auf der technischen Seite geht es also zunächst einmal um die wesentlichen Kernfunktionen wie die Erstellung eines umfangreichen Profils, die Möglichkeit der Eingabe von Benutzerbewertungen und Reviews zu Produkten sowie evtl. ein System zur Belohnung der Partizipation des Kunden, sogenanntes Rewarding. Letzteres ist häufig einfach ein Punktesystem, mit dem die Kunden einen höheren Rang innerhalb der Community erreichen können. Weitere typische Funktionen sind Blogs, Wikis, Bildergalerien etc. Allesamt mit entsprechender Beteiligung der Nutzer.

Wenn man nun die eigene Plattform verlässt, dann ist das ganze schon etwas undeutlicher. Man kann sich noch einigermaßen vorstellen, dass auch Shopbetreiber ein Facebook-Profil haben oder auf Twitter aktiv sind, aber dann kommt es vor allem auf die Kreativität an. Ein schönes Beispiel hierfür bietet IKEA mit seiner Facebook-Kampagne. Das Video auf YouTube ist leider gesperrt worden, jedoch kann man es bei der verantwortlichen Agentur imm noch ansehen. Sehr sehenswert! IKEA-Video ansehen

An dieser Stelle muss natürlich berücksichtigt werden, dass nicht jedes Unternehmen ein solches Potenzial für dies Art Kampagne hat, aber es zeigt auf der anderen Seite, dass es eine sehr große Anzahl an Ausprägungen von Social Commerce gibt.

Wie immer hat auch das Zauberwort Social Commerce nicht die Kraft, von alleine den Umsatz explodieren zu lassen und wahrscheinlich ist sogar die Vorhersagbarkeit schlechter als bei vielen anderen möglichen Maßnahmen, aber das Potenzial ist dafür riesig und jeder E-Commerce-Händler sollte über den Einsatz nachdenken. Wir helfen auch gerne dabei!